Als strategisches Metall im Zentrum der Energie- und Digitalwende steht Kupfer heute weltweit unter starkem Druck. Das wachsende Bedarf infolge erneuerbarer Energien, Elektrofahrzeuge und elektrischer Infrastrukturen erhöht den Druck auf Primärressourcen und macht das Recycling sowie die Wiederverwertung bestehender Materialien wichtiger denn je.
In diesem Zusammenhang bleibt die Raffination von Edelmetallen historisch gesehen ein anspruchsvoller industrieller Prozess, der den Einsatz von Chemikalien erfordert und Abfälle erzeugt. Im Bewusstsein dieser Herausforderungen engagiert sich PX Precinox seit vielen Jahren proaktiv dafür, die Umweltauswirkungen seiner Aktivitäten zu reduzieren und gleichzeitig ein hohes Maß an Qualität und Leistung sicherzustellen.
Diese Strategie basiert auf einer kontinuierlichen Optimierung der Prozesse, die bereits in der Industrialisierungsphase integriert wird. In den letzten Jahren wurden bedeutende Verbesserungen umgesetzt, darunter eine erhebliche Reduzierung des Einsatzes bestimmter Reagenzien, die vollständige Eliminierung von gasförmigem Chlor in den Raffinationsprozessen sowie eine deutliche Verringerung des Wasserverbrauchs, ermöglicht durch Automatisierung und den Einsatz höher konzentrierter Lösungen.
Im Rahmen dieser kontinuierlichen Bemühungen stellt das lokale Kupferrecycling heute einen neuen strukturellen Meilenstein dar. Die bei der Verarbeitung von Edelmetalllegierungen anfallenden Rückstände enthalten nämlich bedeutende Mengen an Kupfer. Bislang wurden kupferhaltige Abwässer durch Verfahren behandelt, die zur Bildung von Schlämmen führten, gefolgt von internen Vorbehandlungen und externem Recycling – eine kontrollierte, jedoch energieintensive Lösung.
Dank eines innovativen Pilotprojekts untersucht PX Precinox nun eine alternative Methode zur direkten Vor-Ort-Rückgewinnung von Kupfer. Dieser Ansatz reduziert die Anzahl der Zwischenschritte, minimiert Transporte und senkt den Energieverbrauch, während gleichzeitig die Materialkreisläufe innerhalb des eigenen Produktionsprozesses gestärkt werden.
Die Umweltvorteile dieser Lösung wurden mittels einer Lebenszyklusanalyse (LCA), durchgeführt in Zusammenarbeit mit der EPFL, bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Methode durch den Verzicht auf die Schlammbildung die CO₂-Emissionen im Zusammenhang mit der Behandlung kupferhaltiger Abwässer um bis zu 50 % reduzieren könnte. Darüber hinaus kann ein Teil des zurückgewonnenen Kupfers direkt in den Recyclingprozessen von PX Precinox wiederverwendet werden.
Indem Abfall in eine Ressource umgewandelt und ein strategisches Material lokal gesichert wird, veranschaulicht dieses Projekt konkret das Engagement von PX Precinox für eine nachhaltigere, effizientere Industrie, die vollständig den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft entspricht.
